Martin Dreyer über die Volxbibel



Foto: © www.michael-englert.com

Die Volxbibel hat in den letzten Jahren das Gespräch über das Buch der Bücher extrem angeregt, angefeuert und auch angeheizt. Kaum eine Bibel wurde mehr diskutiert und kritisiert, gefeiert und angefeindet, und die ­Reaktionen reißen bis heute nicht ab: Unterschriftenlisten wollen das Buch am liebsten verbieten, im Internet findet man Aufforderungen, es sogar zu verbrennen, aber Jugendliche und Junggebliebene lesen die Volxbibel in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz mit überschwenglicher Begeisterung und Freude.

Erst vor einiger Zeit wurde von weltlichen Rundfunksendern mehrfach pro Woche eine Serie mit dem Titel „Konfirmanden lesen ihren Lieblingsspruch aus der Volxbibel“ ausgestrahlt.

Pfarrer, Priester, Theologen und Religionslehrer nutzen die Volxbibel für ihre Zwecke. Aber auch Prominente schätzen sie: Nina Hagen nahm ihr Exemplar mit in eine Talkshow, Jörg Pilawa wurde damit fotografiert, und selbst der Papst ließ mir in einem Brief ausrichten, dass er das Anliegen der Volxbibel verstehe.

Seitdem ich die Idee für dieses Projekt hatte, habe ich auch immer an seine Notwendigkeit geglaubt. Ich war mir damals sicher, dass die Zeit gekommen war, so ein gewagtes Experiment mit dem Buch der Bücher zu starten. Aber der beachtliche Erfolg hat nicht nur mich, sondern auch die Verleger, ihre Verlage und die Buchhändler überrascht. Im Volxbibel Wiki wurde seit 2006 über fünf Millionen Seitenaufrufe verzeichnet, das ist eine sehr erstaunliche Zahl. Über dreitausend User arbeiteten am Text, lasen und studierten die Texte und diskutierten über diese Bibel.

 

Es ist schon seit langem mein dringender Wunsch, jedem Leser irgendwann einmal die ganze Heilige Schrift in einer Volxbibel-Fassung zur Verfügung stellen zu können. Nun ist es so weit: Die erste Gesamtausgabe der Volxbibel liegt vor; sie fasst die bisherigen drei Bände in einem großen Band zusammen. Textgrundlage der „Alten Verträge“, des Alten Testaments, ist die 1.0-Fassung. Das Neue Testament hingegen ist frisch aus dem Internet exportiert und trägt stolz die Versionsnummer 4.0.

Die Bibel steckt voller krasser Geschichten über Gott und die Menschen. Wir können am Anfang von der Entstehung der Welt lesen und auf den ­letzten Seiten davon, wie es mit diesem Planeten irgendwann zu Ende gehen wird. Themen wie Liebe und Depression, Freundschaft und Verrat, Krieg und Frieden kommen in ihr zur Sprache. Sie gibt Antworten auf viele brennende Fragen des Lebens, und sie regt an, über sich und die eigene Existenz noch einmal ganz neu nachzudenken.

Das Hauptziel der Bibel ist, so denke ich, dass Gott mit seinen Menschen reden möchte. Er will, dass die gedruckten Worte zu glühenden Kohlen ­werden, die unsere Leidenschaft befeuern, dass sich diese Worte unwiederbringlich in unser Herz einbrennen. Er will uns ermutigen, wenn es uns schlecht geht, uns auch auf die Finger hauen, wenn wir Mist bauen, und uns den Weg aufzeigen, wenn wir uns mal wieder verirrt haben.

Gott liebt uns vollkommen, davon bin ich überzeugt. Deshalb kann man die Bibel auch als einen Liebesbrief Gottes an die Menschen bezeichnen.

Ich wünsche mir, dass Du diesen Liebesbrief lesen und mit deinem Herz auch verstehen kannst. Mit Sicherheit kann man die Bibel auch mit seinem Verstand lesen und viel Nutzen daraus ziehen. Aber wichtiger ist für mich, dass unser Herz, unser Innerstes, offen ist und wir nicht nur versuchen, alles in unser übliches intellektuelles Muster zu pressen. Denn es gibt eine Dimension der Bibel, die weitaus spannender und interessanter ist als alles, was unser Verstand begreifen kann. Entdecke das Leben mit Gott und seinem Sohn Jesus. Es gibt kein besseres!

Martin Dreyer

Ein Bericht über Martin Dreyer von YOUCAT.tv


Video einer Lesung aus »Jesus Freak«


In Augsburg fand im März 2012 eine Autorenlesung mit Martin Dreyer statt. Er stellte dort sein neues Buch “Jesus-Freak – Leben zwischen Kiez, Koks und Kirche” vor, ein Buch das die Höhen und Tiefen seines Lebens beschreibt. 

Autorenlesung Martin Dreyer in Augsburg (21.3.2012) from Jocky on Vimeo.

Die Biografie von Martin Dreyer



Die ehrliche Bilanz eines Lebens auf der Überholspur

Martin Dreyers Lebensgeschichte klingt wie ein Abenteuerroman: Als Vorstadtpunker schockiert er seine bürgerliche Umwelt; er heuert auf einem Containerschiff an, das ihn bis nach Südamerika und wieder zurück bringt; er ist Zeitsoldat bei der Marine, lebt als Straßenmissionar in Amsterdam und gründet die Jesus Freaks. Nach der Auszeichnung als Christ des Jahres steht er im Rampenlicht des öffentlichen Interesses und stürzt bald darauf in die Drogenszene ab – ein Absturz, der ihn fast das Leben kostet. Doch dann geschieht, was wie ein Wunder anmutet: Er studiert Theologie und Sozialpädagogik und wird zu einem vielgefragten Prediger und Diskussionspartner. Denn er lebt seinen Glauben mit einer unerschütterlichen Konsequenz und schafft es trotz aller Abwege und Irrwege in seinem Leben, stets glaubwürdig zu bleiben. Als Suchtberater und Leiter eines Internetcafés ist er lange Jahre Rettungsanker für Jugendliche, die am Rande der Gesellschaft um ihre Existenz kämpfen. Martin Dreyer sieht sich heute als Botschafter Christi, und seiner Botschaft hat er eine Form gegeben, die für viele Christen anstößig ist: die Volxbibel, eine Bibel im Slang der Jugendlichen. Der bürgerliche Protestantismus hat Martin Dreyer deshalb lange Zeit gemieden, bis er entdeckte, welche Kraft von diesem Jesus-Freak ausgeht.

 

Die Bibel in einer jungen, krassen Sprache zum Mitmachen



Seit Ende 2005 wird überall in Deutschland über die Volxbibel gesprochen und diskutiert. Die Volxbibel ist die erste Bibelübersetzung, die eine alte Botschaft in den heutigen aktuellen Sprachgebrauch eines Jugendlichen transportiert, ohne ihre Aussage ins lächerliche zu ziehen. Die Grundsatzfrage lautet: Wie würde es heute gesagt werden, wie würde es heute passieren?

Martin Dreyer, selbst Mitarbeiter in zwei Jugendzentren in Köln, sagt dazu: „Sprache verändert sich. Jede Generation hat ihren eigenen Sprachgebrauch. Aber es gibt keine Bibel, die eine wirklich junge Sprache spricht, die die Kids aus meinem Jugendzentrum gerne lesen und wirklich verstehen würden.“ Frei nach Martin Luthers Devise: „Dem Volk aufs Maul schauen“ hat auch er versucht, den Sprachgebrauch des jungen Volkes in seiner Bibel zu treffen.

Das Einmalige an dem Volxbibel-Konzept: Jeder kann mitmachen! Im Internet kann jeder seine eigenen Übersetzungsvorschläge unter wiki.volxbibel.com machen. Die Vorschläge werden von einem Team ausgewertet und in das nächste Update übernommen. So können fortwährend neue Ausgaben der Volxbibel erscheinen, die sich in einer ständigen Revision, an dem veränderten Sprachgebrauch junger Menschen anpassen. Ein Buch mit solch einem Konzept hat es noch nie gegeben!

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Mitmachen unter: wiki.volxbibel.com